Vom Eichsfeld in die Hansestadt Hamburg


Einer der j├╝ngsten Radfernwege Deutschlands ist der Leine-Heide-Radweg. ├ťber 410 km f├╝hrt er vom th├╝ringischen Leinefelde ├╝ber die L├╝neburger Heide in die Hansestadt Hamburg. Der Th├╝ringer Anteil der Strecke betr├Ągt zwar nur ca. 40 km, dennoch gibt es f├╝r den aufmerksamen Radwanderer viel zu entdecken.

Leinequellen

F├╝r Bahnreisende beginnt die Tour am Bahnhof Leinefelde. Nach einem knappen Kilometer erreicht man bereits die Leinequellen. Die Natur hat diesmal daf├╝r gesorgt, dass sich die Quellen inmitten des Ortes befinden. In Leinefelde wurde Johann Carl Fuhlrott, der Entdecker des Neandertalers geboren. Dessen Denkmal wird auf dem Weg vom Bahnhof zu den Leinequellen passiert. Erst 1969 erhielt Leinefelde das Stadtrecht. 35 Jahre sp├Ąter fusionierte Leinefelde mit der ehemaligen Kreisstadt Worbis nebst Ortsteilen zur Doppelstadt Leinefelde-Worbis.

So kann man jetzt von der "Zweiburgenstadt" Leinefelde-Worbis sprechen. W├Ąhrend sich die Burg Bodenstein n├Ârdlich von Worbis in einem guten baulichen Zustand befindet und bereits viele G├Ąste anlockt, haben die Stadtv├Ąter die Burg Scharfenstein erst in den letzten Jahren gekauft und dadurch aus ihrem Dornr├Âschenschlaf wachgek├╝sst. Die Anlage wurde Schritt f├╝r Schritt saniert. Wanderwege, Radwege und Stra├čen wurden neu angelegt. Einen Namen hat sich Worbis mit dem einzigen Alternativen B├Ąrenpark Deutschlands gemacht.

Radfahrerkirche Bodenrode

10 km westlich von Leinefelde, in Bodenrode, wurde im Juni 2010 die erste katholische Radwegekirche Th├╝ringens feierlich gewidmet.

In Heilbad Heiligenstadt kann man auf den Spuren der Dichter Theodor Storm und Heinrich Heine wandeln. Theodor Storm lebte hier von 1856 bis 1864 und arbeitete als Kreisrichter. W├Ąhrend dieser Zeit schuf er einige Novellen und Gedichte. Genaue Informationen findet man im Literaturmuseum "Theodor Storm". Literaturmuseum Heinrich Heine trat in Heiligenstadt vom Judentum zum Protestantismus ├╝ber. Am 28. Juni 1825 lie├č er sich in Heiligenstadt taufen. Heinrich-Heine-Bueste Die Kreisstadt hat sich inzwischen auch einen Namen als Kurstadt gemacht. Die Kureinrichtungen befinden sich direkt am Leine-Heide-Radweg.

Nach wenigen Kilometern flei├čigen Strampelns wird die Landesgrenze zu Niedersachsen erreicht.

Roland Gei├čler