Verkehrsicherheit und Radfahren

Verkehr ist, ganz allgemein dargestellt, die Nutzung des öffentlich zugänglichen Raumes.
Verkehrsicherheit (Wikipedia) wird allgemein als die Abwesenheit oder das Maß der Unwahrscheinlichkeit des Eintretens einer Gefährdung bewertet und mit der möglichen Schwere eines Schadens an Leib, Leben und Dingen gewichtet, die beim Eintreten einer der Gefährdung folgenden Schadenssituation eintritt.

Diese Gefährdung ist niemals Null, es gibt immer eine kleine Gefährdung bei der Nutzung des öffentlichen Raumes, sie läßt sich nicht vermeiden. Aus diesem Grunde wurden in unserer Gesellschaft Regeln erschaffen, die Grenzen setzen, wie der öffentliche Raum genutzt werden darf, welche Gefährdungen dabei toleriert werden und welche Maßnahmen getroffen werden diese Gefährdungen durch die Gestaltung der Randbedingungen zu minimieren. Diese Regeln werden im Streitfall von Gerichten für konkrete Situationen interpretiert und ausgelegt.

Der adfc als Interessenverband der Radfahrer setzt sich dafür ein, dass der öffentliche Raum weitestgehend mit dem Rad zugänglich ist und die Gefährdungen weitestgehend minimiert werden.

Fragen der Verkehrssicherheitsarbeit

  • Welches Verhalten von Verkehrsteilnehmern gefährdet mehr und welches weniger?
  • Welche Gestaltungen des öffentlichen Raumes (Straßen, Wege, etc.) gefährden Verkehrsteilnehmer mehr und welche weniger?
  • Welche technischen Randbedingungen der Verkehrsmittel beeinflussen Verkehrsverhalten und Gefährdungslagen, direkt oder indirekt?

Aber die Kernfrage, die gerade in der Betrachtung des Rad- oder Fußverkehrs auftritt:

  • Welche Nutzungseinschränkungen sind aus welchen Gründen angemessen und gerecht?

Wo Gefährdungen abstellen?

Eng verknüpft mit der Frage der Nutzungseinschränkungen ist die Frage wo oder bei wem die Gefährdungen abgestellt werden müssen also wer Nutzungseinschränkungen hinnehmen muß.
Vom Bundesverfassungsgericht (BVG) wird immer wieder betont, dass die Gefährdung beim Gefährdenden abzustellen und nicht der Gefährdete in seiner Nutzungsmöglichkeit des öffentlichen Raumes einzuschränken ist.

Verkehrssicherheit von Radfahrern in der öffentlichen Kommunikation

Neben den wissenschaftlich-akademischen orientierten Ansätzen ist es eine Notwendigkeit die gefühlte Verkehrssicherheit oder die gefühlte Gefährdungslage, die sich in oft in der öffentlichen Darstellung, bei Stammtischgesprächen und erhitzten Diskussionen oder bizarrem, oft konfliktbehaftetem, Verhalten im Verkehr ausdrückt, zu betrachten. Die Anpassung der gefühlten Verkehrssicherheit an die objektive, wissenschaftlich nachvollziehbare Verkehrssicherheit ist eine wesentliche Aufgabe der Verkehrssicherheitsarbeit. Die Mittel sind Aufklärung, kreative Mitgestaltung der öffentlichen Meinung und der gesellschaftlichen Wertvorstellungen und Regelwerke.


Wofür muss ich als Radfahrer ein Bußgeld zahlen? Und wie hoch fällt das aus?
Der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. hat für diese Fragen sowohl den aktuellen Bußgeldkatalog, als auch einen Bußgeldrechner online gestellt.

Links-Fahren ist kein Kavaliersdelikt!

Warum das so ist und wie es besser geht erfahren Sie hier


Gehwegradeln - NEIN DANKE!

Ein Verhalten, das - oft berechtigt - an Radfahrern beanstandet wird, ist das Befahren von Gehwegen.
meist nicht nur verboten, sondern auch gefährlich!

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Radwegebenutzungspflicht

Wo darf bzw. muss ich als Radfahrer oder Radfahrerin eigentlich fahren?
Eine kurze Übersicht gibt unser Zusammenstellung zur Radwegebenutzungspflicht.


Differenzierte Bordhöhen an Straßenüberquerungen

Dieser etwas komplizierte Titel stellt eine Lösung für die wenig geliebten 3cm Rundborde da, unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Bedürfnisse sehbehinderter Menschen.
Eine kurze Vorstellung gibt Martina Schlisio im Pedalritter

Bundesgerichtshof hebt umstrittenes Helmurteil auf

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass einem Radfahrer ohne Helm nicht automatisch eine Mitschuld an den Folgen eines Unfalls angelastet werden kann. Damit hebt der BGH das umstrittene Urteil des Oberlandesgerichts Schleswig von Juni 2013 auf. Der ADFC hatte die Klägerin auf ihrem Rechtsweg unterstützt – und begrüßt die Entscheidung der Karlsruher Richter als Wiederherstellung der Rechtssicherheit.
mehr dazu beim ADFC Bundesverband

Melone mit Helm Helmpflicht für Kinder und Jugendliche?

Christian Carius, Verkehrsminister des Landes Thüringen, propagiert das Helmtragen bei Radfahrern und erwägt die Möglichkeit einer Helmpflicht für Kinder und Jugendliche. Dazu prüft eine Expertenkommission die Sicherheitseffekte von Radfahrerhelmen und die Durchsetzbarkeit eine Helmpflicht um gegebenenfalls eine Bundesratsinitiative zu starten.

Der adfc ...
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Verkehrsunfallstatistik Thüringen 2013

Pressemappe des Innenministeriums hier

Radfahren im Herbst

Der ADFC gibt Tipps, wie Radfahren im Winterhalbjahr sicherer sein kann.
hier

Radfahren im Winter

Tipps zum sicheren Rad fahren im Winter gibt es im Beitrag von salve.tv, in dem auch der ADFC zu Wort kommt.
hier

© ADFC Thr. 2015-10-10