Montag, 11. September 2017 - 8:00

ADFC Thüringen feiert 25-jähriges Bestehen

Der Landesverband Thüringen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs feierte in Erfurt sein 25-jähriges Bestehen. Seit der Gründung setzt er sich für die Belange der Radfahrer im Freistaat ein und fordert die Förderung des Radverkehrs als zentralem Baustein umweltverträglicher Mobilität.

Klaus Sühl, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für infrastruktur und Landwirtschaft, äußerte dazu, der ADFC habe mit seinem Programm schon in den 1990er Jahren recht gehabt und werde damit auch weiter recht haben. Auch sein Einfluss habe zu Erfolgen wie der Schaffung eines Thüringer Radverkehrsbeauftragten, dem touristischen Radfernwegenetz und der kostenlosen Fahrradmitnahme bei der Bahn in Thüringen geführt.

Der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein verwies darauf, dass der ADFC dazu beigetragen habe, dass gerade in Erfurt dre Radverkehr in den vergangenen 25 Jahren schon deutlich zugenommen habe. Der ADFC-Landesvorsitzende Friedrich Franke erklärte, der Verband sei weiter zu konstruktiver Zusammenarbeit mit politik und Verwaltung bereit und wolle seine Kompetenz einbringen, ohne auf im Einzelfall notwendige Kritik zu verzichten. Den bundesweit 160.00 Mitglieder starken Verband sieht er mit 1.200 Mitgliedern in Thüringen noch nicht am Ziel und hofft auf weitere Stärkung der Radfahrerlobby wie auch mehr Umsteiger aufs Fahrrad im Interesse von Energieeinsparung, Gesundheit, Klima- und Lärmschutz.

Im Anschluss an die Jubiläumsfeier befasste sich die Landesdelegiertenversammlung des ADFC mit dem Thema "Radfahren in Fußgängerzonen" und einer Studie, die die Fachhochschule Erfurt derzeit dazu erarbeitet. Radverkehr in Fußgängerzonen zuzulassen oder zu verbieten wird oft als hoch emotionale Fragestellung behandelt. Zwischenergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass die Entscheidung durch verkehrsregelnde Zeichen auf den praktischen Verkehrsablauf und Gefahren- oder Unfallsituationen wenig bis keinen Einfluss hat.