Verkehrsklima

Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2018

Alles im grünen Bereich beim Verkehrsklima in Thüringen? Keineswegs, urteilen Thüringer RadfahrerInnen beim ADFC-Fahrradklima-Test 2018. Rund 2.300 von ihnen haben sich an der aktuellen Umfrage zum Verkehrsklima in Städten beteiligt – so viele wie noch nie.

10 Städte schafften es in die aktuelle Auswertung, darunter zum ersten Mal auch Gotha, das allerdings mit Schulnote 4,5 die schlechteste aller Thüringer Bewertungen erhielt. Hingegen entsprach Ilmenau erneut den positiven Erwartungen, schnitt am besten ab und erhielt die Schulnote 3,18. Die Stadt nimmt damit Rang 11 von 311 Städten der Größenordnung 20.000-50.000 Einwohner bundesweit ein. Des Weiteren wurden Erfurt, Jena, Gera, Weimar, Arnstadt, Saalfeld, Eisenach und Nordhausen bewertet.

Thüringer RadlerInnen besonders unzufrieden

Im Herbst 2018 wurden bundesweit per Online-Umfrage 32 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit von Städten gestellt. Basierend auf den eigenen Empfindungen, waren die TeilnehmerInnen aufgefordert, verschiedene Aspekte wie den Spaß oder Stress beim Radfahren mit Schulnoten von 1 bis 6 zu bewerten. Obwohl sich die Hälfte der Thüringer Städte in diesem Jahr leicht verbessert hat, gibt es keinen Anlass zur Zufriedenheit, so Dr. Friedrich Franke, stellvertretender Vorsitzender des ADFC-Landesverbands: „Gerade wenn man die Thüringer Ergebnisse mit den bundesweiten vergleicht, stellt man fest, dass der Durchschnitt der Thüringer Radfahrer in fast allen Punkten unzufriedener ist als der bundesweite Durchschnitt. Einzig die Qualität der vorhandenen Radwege sowie die Möglichkeit, Fahrräder im ÖPNV mitnehmen zu können, scheinen zu überzeugen.“

Thüringer Städte weiterhin im unteren Mittelfeld

In der aktuellen Umfrage landeten die Thüringer Städte fast ausnahmslos im bundesweiten Mittelfeld. Einzig Ilmenau (Platz 11 von 311), Jena (Platz 10 von 41) sowie Nordhausen (Platz 288 von 311), Gotha (Platz 302 von 311) stachen in ihren Größenklassen jeweils positiv oder negativ heraus. Eine deutliche Verbesserung konnte Eisenach verzeichnen, laut den TeilnehmerInnen von Schulnote 4,30 im vergangenen  Test immerhin auf 4,07 positiv verändert hat. 

Gestiegene Beteiligung

Die Beteiligung an der Umfrage hat in fast allen Städten zugenommen, hat sich in Erfurt und Jena sogar verdoppelt. Hingegen konnten Sömmerda, Rudolstadt und Suhl, die vor zwei Jahren bewertet wurden, nicht mehr die erforderliche Zahl an TeilnehmerInnen erreichen. Die Teilnehmerquote, also Teilnahmen je EinwohnerIn, ist in Thüringen allerdings deutlich unterdurchschnittlich. Besonders die Städte Gera, Nordhausen und Gotha fallen hier negativ auf.

Zügig in die Innenstadt, doch schlechte Führung an Baustellen

Relativ positiv bewerten die Thüringer RadfahrerInnen die Möglichkeit, das Stadtzentrum gut mit dem Fahrrad zu erreichen und zügig unterwegs zu sein. Das gilt besonders für Arnstadt und Ilmenau. Auch die Öffnung von Einbahnstraßen in die Gegenrichtung wurde erneut positiv bewertet, besonders in letztgenannten Städten. Als größte Ärgernisse benannten die TeilnehmerInnen, die schlechte Führung an Baustellen (besonders in Erfurt, Nordhausen und Gotha), fehlende Leihfahrräder (besonders Nordhausen, Gera und Saalfeld) sowie fehlende Werbung für das Radfahren (besonders Gotha und Nordhausen).

Ausführliche Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2018 finden Sie hier: www.fahrradklima-test.de

Übersichten zu einzelnen Städten stehen hier zum Download bereit: http://www.fahrradklima-test.de/karte

Gesamtergebnisse Bundesvergleich: (Bestes bis schlechtestes Ergebnis)

25 Städte über 200.000 bis 500.000 Einwohner: Karlsruhe (3,15) – Erfurt (4,19 | Platz 16) – Wiesbaden (4,42)

41 Städte 100.000 bis 200.000 Einwohner: Göttingen (3,35) – Jena (3,82 | Platz 10) – Remscheid (4,71)

106 Städte 50.000 bis 100.000 Einwohner: Bocholt (2,39) – Gera (3,92 | Platz 46) – Weimar (4,06 | Platz 61) –  Lüdenscheid (4,74)

311 Städte 20.000 bis 50.000 Einwohner: Baunatal (2,67) – Ilmenau (3,18 | Platz 11) – Arnstadt (3,57 | Platz 60) – Saalfeld (4,0 | Platz 192) – Eisenach (4,07 | Platz 213) – Nordhausen (4,39 | Platz 288) – Gotha (4,5 | Platz 302) – Hof (4,76)

Teilnehmerzahlen in Thüringen (Zahlen von 2016 in Klammern):

Erfurt 608 (271) – Jena 537 (294) – Gera 100 (139) – Weimar 281 (246) – Ilmenau 142 (226) – Arnstadt 106 (79) – Saalfeld 79 (56) – Nordhausen 59 (75) – Eisenach 163 (95) – Gotha 64 (-)

Größte Umfrage dieser Art weltweit

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Umfrage zur Zufriedenheit der Radfahrenden weltweit. Vom 1. September bis 30. November 2018 hat der ADFC dazu einen Online-Fragebogen mit 32 Fragen hochgeladen – und bundesweit über Pressearbeit, Social Media und Vor-Ort-Aktionen zur Teilnahme aufgerufen. Neben der Online-Befragung gab es auch die Möglichkeit, Papierfragebögen auszufüllen.

Achter Durchgang, wachsende Relevanz

Der ADFC-Fahrradklima-Test wurde 2018 zum achten Mal durchgeführt, in letzter Zeit im Zweijahresrhythmus. Der erste Test fand 1988 statt, die Folgejahrgänge waren 1991, 2003, 2005, 2012, 2014 und 2016. Sowohl die Anzahl der Teilnehmenden als auch die Anzahl der bewerteten Städte konnte jeweils im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden, was auf die wachsende Relevanz des Themas Fahrradfreundlichkeit schließen lässt. 

10 Städte schafften es in die aktuelle Auswertung, darunter zum ersten Mal auch Gotha, das allerdings mit Schulnote 4,5 die schlechteste aller Thüringer Bewertungen erhielt. Hingegen entsprach Ilmenau erneut den positiven Erwartungen, schnitt am besten ab und erhielt die Schulnote 3,18. Die Stadt nimmt damit Rang 11 von 311 Städten der Größenordnung 20.000-50.000 Einwohner bundesweit ein. Des Weiteren wurden Erfurt, Jena, Gera, Weimar, Arnstadt, Saalfeld, Eisenach und Nordhausen bewertet.

Thüringer RadlerInnen besonders unzufrieden

Im Herbst 2018 wurden bundesweit per Online-Umfrage 32 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit von Städten gestellt. Basierend auf den eigenen Empfindungen, waren die TeilnehmerInnen aufgefordert, verschiedene Aspekte wie den Spaß oder Stress beim Radfahren mit Schulnoten von 1 bis 6 zu bewerten. Obwohl sich die Hälfte der Thüringer Städte in diesem Jahr leicht verbessert hat, gibt es keinen Anlass zur Zufriedenheit, so Dr. Friedrich Franke, stellvertretender Vorsitzender des ADFC-Landesverbands: „Gerade wenn man die Thüringer Ergebnisse mit den bundesweiten vergleicht, stellt man fest, dass der Durchschnitt der Thüringer Radfahrer in fast allen Punkten unzufriedener ist als der bundesweite Durchschnitt. Einzig die Qualität der vorhandenen Radwege sowie die Möglichkeit, Fahrräder im ÖPNV mitnehmen zu können, scheinen zu überzeugen.“

Thüringer Städte weiterhin im unteren Mittelfeld

In der aktuellen Umfrage landeten die Thüringer Städte fast ausnahmslos im bundesweiten Mittelfeld. Einzig Ilmenau (Platz 11 von 311), Jena (Platz 10 von 41) sowie Nordhausen (Platz 288 von 311), Gotha (Platz 302 von 311) stachen in ihren Größenklassen jeweils positiv oder negativ heraus. Eine deutliche Verbesserung konnte Eisenach verzeichnen, laut den TeilnehmerInnen von Schulnote 4,30 im vergangenen Test immerhin auf 4,07 positiv verändert hat.

Gestiegene Beteiligung

Die Beteiligung an der Umfrage hat in fast allen Städten zugenommen, hat sich in Erfurt und Jena sogar verdoppelt. Hingegen konnten Sömmerda, Rudolstadt und Suhl, die vor zwei Jahren bewertet wurden, nicht mehr die erforderliche Zahl an TeilnehmerInnen erreichen. Die Teilnehmerquote, also Teilnahmen je EinwohnerIn, ist in Thüringen allerdings deutlich unterdurchschnittlich. Besonders die Städte Gera, Nordhausen und Gotha fallen hier negativ auf.

Zügig in die Innenstadt, doch schlechte Führung an Baustellen

Relativ positiv bewerten die Thüringer RadfahrerInnen die Möglichkeit, das Stadtzentrum gut mit dem Fahrrad zu erreichen und zügig unterwegs zu sein. Das gilt besonders für Arnstadt und Ilmenau. Auch die Öffnung von Einbahnstraßen in die Gegenrichtung wurde erneut positiv bewertet, besonders in letztgenannten Städten. Als größte Ärgernisse benannten die TeilnehmerInnen, die schlechte Führung an Baustellen (besonders in Erfurt, Nordhausen und Gotha), fehlende Leihfahrräder (besonders Nordhausen, Gera und Saalfeld) sowie fehlende Werbung für das Radfahren (besonders Gotha und Nordhausen).

Ausführliche Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2018 finden Sie hier: www.fahrradklima-test.de

Übersichten zu einzelnen Städten stehen hier zum Download bereit: http://www.fahrradklima-test.de/karte

Gesamtergebnisse Bundesvergleich: (Bestes bis schlechtestes Ergebnis)

25 Städte über 200.000 bis 500.000 Einwohner: Karlsruhe (3,15) – Erfurt (4,19 | Platz 16) – Wiesbaden (4,42)

41 Städte 100.000 bis 200.000 Einwohner: Göttingen (3,35) – Jena (3,82 | Platz 10) – Remscheid (4,71)

106 Städte 50.000 bis 100.000 Einwohner: Bocholt (2,39) – Gera (3,92 | Platz 46) – Weimar (4,06 | Platz 61) – Lüdenscheid (4,74)

311 Städte 20.000 bis 50.000 Einwohner: Baunatal (2,67) – Ilmenau (3,18 | Platz 11) – Arnstadt (3,57 | Platz 60) – Saalfeld (4,0 | Platz 192) – Eisenach (4,07 | Platz 213) – Nordhausen (4,39 | Platz 288) – Gotha (4,5 | Platz 302) – Hof (4,76)

Teilnehmerzahlen in Thüringen (Zahlen von 2016 in Klammern):

Erfurt 608 (271) – Jena 537 (294) – Gera 100 (139) – Weimar 281 (246) – Ilmenau 142 (226) – Arnstadt 106 (79) – Saalfeld 79 (56) – Nordhausen 59 (75) – Eisenach 163 (95) – Gotha 64 (-)

Größte Umfrage dieser Art weltweit

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Umfrage zur Zufriedenheit der Radfahrenden weltweit. Vom 1. September bis 30. November 2018 hat der ADFC dazu einen Online-Fragebogen mit 32 Fragen hochgeladen – und bundesweit über Pressearbeit, Social Media und Vor-Ort-Aktionen zur Teilnahme aufgerufen. Neben der Online-Befragung gab es auch die Möglichkeit, Papierfragebögen auszufüllen.

Achter Durchgang, wachsende Relevanz

Der ADFC-Fahrradklima-Test wurde 2018 zum achten Mal durchgeführt, in letzter Zeit im Zweijahresrhythmus. Der erste Test fand 1988 statt, die Folgejahrgänge waren 1991, 2003, 2005, 2012, 2014 und 2016. Sowohl die Anzahl der Teilnehmenden als auch die Anzahl der bewerteten Städte konnte jeweils im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden, was auf die wachsende Relevanz des Themas Fahrradfreundlichkeit schließen lässt.

10.04.2019 - 9:16

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