Sondierungsgespräch

Signale für den Thüringer Radverkehr

Einen Radverkehrsanteil von 12% bis 2025 (und damit eine Verdoppelung gegenüber 2008) sieht das Thüringer Radverkehrskonzept 2.0 vor und enthält auch sonst gute Impulse für die Entwicklung des Radverkehrs im Bundesland.

Ein Sondierungsgespräch zwischen Minister Benjamin-Immanuel Hoff, Staatssekretärin Susanna Karawanskij und weiteren Vertretern des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft sowie Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Thüringen macht nun deutlich, dass es dem Ministerium ernst ist mit seinen Plänen. „Ich war wirklich erstaunt über die klaren Signale pro Radverkehr, die uns in diesem Gespräch übermittelt wurden“, resümiert der Vorsitzende des ADFC Thüringen Dr. Friedrich Franke.

Anstoß für die Einladung war eine vom ADFC entwickelte Prioritätenliste für den Bau straßenbegleitender Radwege, die Minister Hoff im November 2020 zugesandt wurde. Das nun erfolgte Gespräch bot dem ADFC die Möglichkeit, seine Erwartungen an erfolgreiche Radverkehrspolitik vorzubringen, und es wurden Positionen zu den Schwierigkeiten des Alltagsradverkehrs, zur Ermittlung von Radverkehrsbedarfen, zu Fördermöglichkeiten und zu kontinuierlichen Abstimmungen zwischen den Akteuren ausgetauscht.

Der Minister kündigte an, den Nachweis der Erforderlichkeit von Radwegen an Bundesstraßen zu erleichtern. Er begrüßte das Programm „Stadt und Land“ des Bundes zum Radwegebau und plädierte für dessen zeitliche Streckung, um den Planungsvorlauf zu ermöglichen. Zudem sollen zeitnah die im Radverkehrskonzept 2.0 vorgesehenen Dialogformate installiert werden, darunter ein regelmäßiger Runder Tisch Radverkehr auf Landesebene. Weitere Gesprächstermine zwischen dem Ministerium wie auch dem Minister selbst und dem ADFC wurden bereits für die kommenden Wochen vereinbart.

17.02.2021 - 18:11

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