Dienstag, 12. Dezember 2017 - 16:45

Tipps für das Radfahren in der kalten Jahreszeit

Mal schneit, dann regnet es wieder, zusätzlich sorgt Laub auf den Radwegen für Unsicherheit beim Fahren. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Thüringen gibt Tipps, was man als Radfahrer in der kalten Jahreszeit beachten sollte:

Licht an!

Je dunkler es draußen ist, desto sichtbarer sollte man als Radfahrer unterwegs sein. Das A und O: Die Beleuchtung am Fahrrad. Sie sollte schon in der Dämmerung eingeschaltet werden. Seit 2013 sind laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) batteriebetriebene Lichter erlaubt. Diese sind nicht nur praktisch, sie strahlen meist deutlich heller als ältere Dynamo-Beleuchtungen. Es sollte jedoch beachtet werden, dass die Lichter zugelassen (erkennbar an einer Wellenlinie, dem Buchstaben K und einer Zahl) und nicht zu hoch eingestellt sind, sodass andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Des Weiteren gibt es zahlreiche andere Methoden, im Dunklen zu „strahlen“: LED-Clips für die Kleidung, leuchtende Handschuhe oder Fahrradhelme sowie Speichenreflektoren. Nützlich sind darüber hinaus auch helle Kleidung und reflektierende Warnwesten.

Vorausschauend fahren!

Überfrierende Nässe oder liegen gebliebenes Laub begünstigen ein Unsicherheitsgefühl auf dem Fahrrad, vor allem in den Kurven. Daher sollte man das Tempo verringern und etwas Druck aus den Reifen lassen. So hat das Fahrrad mehr Kontakt zum Untergrund. Ebenso kann es helfen, den Sattel etwas niedriger zu stellen, um mehr Sicherheit zu gewinnen. Winterreifen sind nicht dringend erforderlich, Ganzjahresreifen mit gutem Profil genügen.

Für Pendler: Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV

Nicht jeder Arbeits- oder Ausbildungsweg kann ganzjährig komplett mit dem Fahrrad zurück gelegt werden. Hier bietet sich eine Verknüpfung mit Bus und Bahn an. Da die Fahrradmitnahme in Zügen in Thüringen kostenfrei ist, kann das Fahrrad ideal im Zug transportiert und für den Weg von der Haustür zum Bahnhof und vom Bahnhof zum Arbeitsplatz eingesetzt werden.

Auch das Elektrorad muss nicht stehen bleiben

Technisch gesehen gibt es keinen Grund, das Elektrorad im Winter nicht zu benutzen. Lediglich die Laufzeit der Lithium-Ionen-Akkus kann durch die Kälte etwas verringert werden. Tipp: Die Akkus bei Zimmertemperatur laden und erst vor Fahrtbeginn in die Halterung stecken. Zudem gibt es spezielle Hüllen für Akkus und Kappen, um die Kontaktstellen vor Feuchtigkeit zu schützen.

Ganzjahres-Radfahrer leben gesünder

Wer das ganze Jahr über mit dem Rad fährt, lebt laut einer Studie von EcoLibro und der AG Mobilitätsforschung der Universität Frankfurt gesünder: Arbeitnehmer, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, sind durchschnittlich zwei Tage pro Jahr weniger krank, als Auto- und ÖPNV-Nutzer. (Informationen zur Studie: http://www.ecolibro.de/fileadmin/images/ecolibro/downloads/BROSCHUERE_Mobilitaet_und_Gesundheit_061115_1MB.pdf)

Radfahren im Winter (Foto: Jörn Martens)